Kraft, Schnelligkeit und Rhythmus mit Tae Bo

Wem Boxen zu riskant und Aerobic zu altmodisch ist, der sollte es mal mit Tae Bo versuchen: Bei diesem Ausdauertraining, das ab den 90er Jahren von Amerika uns erreichte, werden Elemente aus Aerobic, Kickboxen und Boxen verbunden. Dabei verbessert man seine Ausdauer, schult die Koordination und kräftigt die Muskeln. Man zieht Boxhandschuhe höchstens aufgrund des Show-Effekts an. Der Körper verbrennt bei einer Trainingseinheit bis zu 800 Kalorien. Das verspricht jedenfalls der Erfinder dieser Bewegungsform und siebenfacher Karate-Weltmeister Billy Blanks.

Kombination aus Kampfsport und Aerobic

Oft werden Tae Bo-Kurse in Fitness Studios angeboten, häufig ebenso unter den Namenvariationen Taekbo, Thairobic, Thaibo, Tai Bo, Boxaerobic oder Fitbo. Alle kombinieren die Grundelemente der Aerobic mit den Kampfsportarten aus Taekwondo und Karate wie Punches und Kicks, also Boxhieben und Fußtritten, jedoch ohne Körperkontakt. Aerobic heißt mit Sauerstoff Leistung erbringen. Es ist demnach ein Bewegungstraining, bei welchem die physische Fähigkeit zur Sauerstoffaufnahme erhöht werden soll. Beim Tae Bo werden fast alle Muskeln beansprucht.

Wie Tae Bo funktioniert

Es gibt zahlreiche unterschiedliche Armbewegungen und Schritte beim Tae Bo, welche erst zu erlernen sind. Deshalb ist es als Anfänger wichtig, dass man an der Einführung in diese Sportart teilnimmt. Klassische Techniken sind zum einen die Faustschläge (Punches). Dabei sind die Beine gebeugt, die Arme angewinkelt sowie die Ellbogen nah am Körper. Die Fäuste nimmt man vor das Gesicht, wobei alle Daumen zu dem Kinn zeigen. Es gibt Aufwärts- und Seitwärtshaken. Eine der anderen Techniken sind die Fußtritte (Kicks). Hierbei werden Halbkreis-, Seitwärts-, Rückwärts-, Vorwärts- und Knie-Kicks, jeweils mit Ausweichbewegungen und Schrittfolgen kombiniert ausgeführt. Grundsätzlich ist Tae Bo für alle geeignet. Jedoch sollte eine gewisse Grundausdauer vorhanden sein, da beim Tae Bo Gelenke und Muskeln stark beansprucht werden. Das kann bei Untrainierten wegen der häufigen Wiederholungen rasch zu Überlastungen führen. Personen mit Herzkreislaufkrankheiten sollten Tae Bo keineswegs ausführen, weil die Belastung hierbei zu hoch ist. Selbst Senioren dürften mit den hohen Anforderungen an Koordination und Beweglichkeit sowie mit dem Tempo Probleme haben. Mittlerweile bietet man allerdings verstärkt für diese Altersgruppe Tae Bo-Kurse an.

Vorteile von Tae Bo

Gegenüber den wahren asiatischen Kampfsportarten bietet Tae Bo ein paar Vorteile: So werden Kniegelenke und Ellbogen viel weniger belastet. Bei der präzisen Ausführung der Jabs, Kicks und Punches ist das Verletzungsrisiko sehr gering. Tae Bo macht locker, geschmeidig, stärkt die Muskeln und fördert hierbei die Konzentration, da man die volle Aufmerksamkeit braucht, um die Übungen richtig auszuführen. Zudem baut man gleichzeitig Aggressionen und Stress ab. Nach einigen Übungen fließt die körperliche Gewandtheit und Eleganz der asiatischen Kampfsportarten automatisch mit ein. Somit ist Tae Bo ein besonders dynamisches Workout. Zwar sind Rhythmus und Tempo schweißtreibend, machen jedoch ebenso Spaß. Entscheidend ist, dass während des Trainings eine entsprechende Aufwärmphase vorgenommen wird. Beim Warm-up bereitet man die Muskeln mit Standmärschen, leichten Schlagvarianten und Stretching vor.

Was bei Tae Bo zu beachten ist

Nicht nur beim Aerobic, auch beim Tae Bo sollte die Belastung gut dosiert werden. Hierzu gibt es zahlreiche medizinische Studien, die dazu raten, als Erstes die maximale Herzfrequenz zu ermitteln. Dafür lautet die Formel: 220 Minus Alter entspricht die höchstmögliche Herzfrequenz. Die Ausdauerleistung vom Körper wird lediglich dann ideal verbessert, wenn man das Herzkreislaufsystem über 30 Minuten belastet. Wichtig ist, dass der Puls konstant zwischen 60 und 80 Prozent der höchstmöglichen Herzfrequenz liegt. Man sollte auch das Ausdauertraining in regelmäßigen Abständen durchführen. Zum Ausklang vom Training empfiehlt es sich, eine Entspannungsphase einzulegen, in welcher der Körper allmählich erneut zur Ruhe kommt. Wegen der hohen Intensität dieses Sports und des ziemlich hohen Energieverbrauchs eignet sich Tae Bo zusammen mit einer ausgewogenen Ernährung ebenso für diejenigen gut, die Gewicht verlieren wollen.

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